Knobeln auch im Homeschooling

100 Schülerinnen und Schüler des Richard-Wagner-Gymnasiums nehmen an Mathematik-Wettbewerb statt.

Zu vieles fällt derzeit der Pandemie zum Opfer. Derzeit ist an den Schulen im Land das Angebot auf den Unterricht begrenzt, Außerunterrichtliches wie Arbeitsgemeinschaften und die Teilnahme an Wettbewerben können coronabedingt meist nicht stattfinden. 

Mathelehrerin Andrea Rosch vom Richard-Wagner-Gymnasium setzte sich daher stark dafür ein, dass das RWG wenigstens – wie jedes Jahr am „Känguru-Mathematik-Wettbewerb“ teilnahm. 

Ihr gelang es, die erfreuliche Anzahl von 100 Schülerinnen und Schülern dafür zu gewinnen: „Wir sind stolz darauf, dass sich so viele Schüler freiwillig einen Nachmittag lang Zeit für Mathe genommen haben und sich in den Wettbewerb gewagt haben“, erklärt Andrea Rosch.  Das sonst übliche Startgeld in Höhe von 2 Euro wurde für alle Teilnehmenden vom Förderverein übernommen. Der Känguru-Wettbewerb hat laut Homepage zum Ziel, die „Freude an der Beschäftigung mit Mathematik“ zu fördern und die mathematische Bildung zu unterstützen. Im Jahr 2019 nahmen bundesweit 968 000 Schülerinnen und Schüler teil. Er besteht, je nach Klassenstufe, aus 24-30 Multiple Choice Knobelaufgaben, für die die Schülerinnen und Schüler 75 Minuten Bearbeitungszeit haben.  Es handelt sich weniger um typische Rechenaufgaben, sondern um ansprechende Knobelaufgaben, so dass neben Anwendung von Schulwissen ist auch Kreativität und geschicktes Vorgehen gefragt ist.

Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr online durchgeführt, das heißt, die Schülerinnen und Schüler erhielten über die schulinterne Lernplattform Illias die Aufgaben. Nach Ende der Bearbeitungszeitung luden sie die Lösungsbuchstaben wieder auf die Plattform hoch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf des Wettbewerbs. Lara Kappler aus der zehnten Klasse hat schon öfter am Känguru-Wettbewerb teilgenommen und erklärt, warum: „Es macht immer Spaß, weil es mal eine andere Art von mathematischen Aufgaben hat, die man so im Matheunterricht sonst nicht rechnet.“ Greta Eising, ebenfalls Zehntklässlerin, ergänzt: „Der Moment, nachdem man eine Weile an einer Aufgabe geknobelt hat und dann wirklich durch logisches Denken so einen Aha-Moment hat – das ist so ein befriedigendes Gefühl.“

Die Klasse 5a

Inzwischen ist bundesweit die Phase der Durchführung beendet, die eingereichten Lösungen werden ausgewertet und die Teilnehmenden fiebern dem Ergebnis entgegen.