Themenabende

Am 1. Juli 2009 fand erstmals ein klassenübergreifender thematischer Elternabend zum Thema „Mut zum Erziehen/Erziehung und Begleitung in der Pubertät“ am Richard-Wagner Gymnasium statt. Frau Vogel, Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin, und Herr Bölzner, Diplom-Psychologe und Gestalttherapeut, sprachen 90 Minuten vor einer interessierten Elternschaft über die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und über den Umbau des jugendlichen Gehirns in der Pubertät. Anschaulich konnte vermittelt werden, welche Schwierigkeiten Jugendliche in dieser Zeit haben und auf welche Weise das familiäre oder schulische Umfeld in den Jahren der Pubertät Unterstützung leitsen kann.

 

 

Dieser Abend war der Startschuss zu weiteren Themenabenden am RWG.Herr Walter sprach am 27. Januar 2010 vor interessierten Eltern zum Thema  "Neue Medien; happy slapping und virtuelles mobbing“ ab 19.30 Uhr. Sehr erstaunt und auch verunsichert verließen einige Teilnehmer diese Veranstaltung, da die tatsächlichen Gefahren, die von unsachgemäßer Verwendung der Medien und seiner Möglichkeiten ausgehen, oftmals sehr unterschätzt werden. Sehr dankbar waren die Anwesenden über viele Hinweise und Tipps des Referenten. Wir als Lehrer des Richard-Wagner Gymnasiums hoffen, dass es uns gemeinsam mit den Eltern gelingen wird, die neuen Medien mit ihren Möglichkeiten für unsere jeweilige Arbeit zu nutzen, ihnen aber gleichzeitig kritisch gegenüber zu stehen.

 

Im Schuljahr 2010/2011 fanden bereits zwei Themenabende statt. Herr Tergau, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, der neu eröffneten Tagesklinik in Rastatt referierte am 5. Oktober 2010 vor einer kleinen Zuhörerschaft aus seinem Alltag und der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Thema "Schülergesundheit". Anschaulich und eindrucksvoll deutete er jene Möglichkeiten an, den jungen Patienten zu helfen. Neben den Möglichkeiten zeigte er allerdings auch Grenzen auf. Hilfreich für uns als Schule war diese Veranstaltung insofern, dass wir nun einen weiteren kompetenten Ansprechparter gefunden haben. Wir freuen uns auch, dass wir in Rastatt mit der Tagesklinik auf offene Ohren stoßen, wenn wir uns bei konkreten Fragen eine Anlaufstelle suchen.

 

Am 11. November hatten wir die Polizei und einen Vertreter der örltichen Verkehrsbetriebe bei uns im Haus zu Gast. Herr Wessbecher und Herr Schmidt informierten die Eltern unserer Fünft- und Sechsklässler zum Thema "Verkehrssicherheit und sicherer Schulweg". Das Interesse war so groß und die Fragen waren so vielfältig, dass der übliche zeitliche Rahmen deutlich überschritten wurde. Auf Grund der positiven Resonanz aller Seiten werden wir diese Veranstaltung in einem zweijährigen Turnus wieder durchführen.

 

Zum ersten Themenabend im Schuljahr 2011/2012 fand sich eine übersichtliche Zuhörergruppe zum Thema Rechtsextremismus zusammen. Interessanterweise wurde der Abend von zwei Schülern, Jeannine Burkhardt – Schülerin des Richard-Wagner-Gymnaisums - und Alen Stic – Schüler der Realschule Ditzingen, sowie von Frau Smolertz von der Landeszentrale für politsiche Bildung gestaltet. Frau Smolertz arbeitet maßgeblich in der Gruppe Team MeX – mit Zivilcourage gegen Extremismus mit und führt viele unterschiedliche Informationsveranstaltungen zu diesem Thema durch.

Nachdem die beiden Schüler thematisch eingeführt und in diesem Zusammenhang Motive und Hintergründe für den Neorechtsextremismus herausgestellt hatten, übernahm Frau Smolertz die weitere Gestaltung des Abends. Sehr ausführlich ging sie auf die Mechanismen ein, wie heute rechtsextremistisches Gedankengut seine Wirkung entfaltet kann. Zudem wurde mit authentischem Videomaterial gezeigt, in welcher Weise die neue rechtsextreme und rechtsextremistische Szene die modernen Medien zu nutzen weiß, um ihre Anhängerschaft auch zu spontanen Demonstrationen zu rekrutieren.

Viel Material lag zur Ansicht aus, an die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer wurde am Ende eine umfangreiche Literaturliste ausgeteilt, um sich gegebenenfalls Unterstützung und Hilfe holen zu können.

 

Dass die ursprüngliche Planung einen Vortrag durch Mitarbeiter des Landesverfassungsschutzes vorsah, war nach diesem Abend unwichtig, da das Problem des Rechtsextremismus sehr anschaulich verdeutlicht wurde.