Literatur und Theater

 

Das Fach „Literatur und Theater“

1. „Literatur und Theater“ als neues Wahlfach in der Kursstufe

Der Kurs „Theater“ entwickelt, aufbauend auf dem Literaturkurs, sein fachliches Profil mit der besonderen Betonung von eigenem künstlerischen Handeln und ästhetischer Bildung. Mit dem langfristigen Ziel, „Theater“ als eigenständiges Fach zu etablieren, wurde in einem ersten Schritt das Darstellende Spiel, bisher nur im AG-Bereich existent, in das schon bestehende Fach „Literatur“ eingebunden. Seit dem Schuljahr 2007 /2008 läuft der Schulversuch für das neue Wahlfach „Literatur und Theater“ in der Oberstufe der allgemein bildenden Gymnasien - mit großem Erfolg. Derzeit nehmen 124 Schulen in Baden-Württemberg am Modellversuch teil. Als eines der ersten Bundesländer führte Baden-Württemberg in diesem Schuljahr zum ersten Mal das Abitur im Fach „Literatur und Theater“ durch.

2. Was möchte das Fach vermitteln?

Der Beitrag des Schwerpunkts Theater im Literaturkurs besteht in einem ganzheitlichen Zugang zur Welt, besonders auch über die Sinne. Der Aufbaukurs Theater entwickelt aufbauend auf dem Literaturkurs sein fachliches Profil mit der besonderen Betonung von eigenem künstlerischem Handeln und ästhetischer Bildung. Die Vermittlung und Erprobung theatraler Gestaltungsmittel ermöglicht den Wechselprozess zwischen Wahrnehmungs- und Ausdrucksformen. Im Theaterspiel wird erlebte und imaginierte Wirklichkeit nachgestaltet, vorweggenommen und neue Wirklichkeit entworfen. Die Verbindung von Wahrnehmen, Erfahren, Gestalten und Reflektieren leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Schülerinnen und Schüler ein eigenes Verhältnis zur Welt entwickeln und die Weltsicht anderer erfahren und verstehen können. Theater wirkt insofern in besonderer Weise persönlichkeitsbildend.

3. Welche Kompetenzen kann man erwerben?

Das Fach zeichnet sich durch Arbeitsweisen aus, die wichtige Erziehungsfelder im Sinne der Ganzheitlichkeit fördern und Schlüsselqualifikationen in besonderem Maße ausbilden und unterstützen. In der lebendigen Theatererfahrung und in der Auseinandersetzung mit ihr wird der eigene Ausdruck geschult, ebenso werden die sozialen Fähigkeiten trainiert, die für die Ensemblearbeit unabdingbar sind. Kreativität und Fantasie der Schülerinnen und Schüler werden durch theatrale Gestaltungsmöglichkeiten angeregt und entwickelt. Auftreten, Körperausdruck, Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zu Kommunikation und Empathie werden geschult und gestärkt. Das projekt- und handlungsorientierte Vorgehen fördert problemlösendes Verhalten, Konzentrationsfähigkeit, gegenseitige Rücksichtnahme und soziale Intelligenz. Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft sind grundlegende Voraussetzungen für die künstlerische Arbeit. Im Umgang mit Texten und dem Ausprobieren verschiedener Zugänge und Gestaltungsmöglichkeiten werden die Sprach- und Sprechkompetenz sowie die Schreibkompetenz erweitert. Die Fähigkeit der Einfühlung in literarische Figuren und Handlungen wird gefördert. Sie bietet den Schülerinnen und Schülern zugleich die Möglichkeit, einen Bezug zum eigenen Leben herzustellen. Daraus ergibt sich ein Begreifen von kulturellen Zusammenhängen sowie die Entwicklung eines eigenen Welt- und Selbstverständnisses.

Aufführungen:

1. Projektdes Kurses 2010/11
(Koop-Kurs mit der Klosterschule vom Heiligen Grab)

„Selma - Leben und Lyrik“

1. Projekt des Kurses 2011/12
(Koop-Kurs mit dem MLG)

„Ich-dich-du“ - Liebeslyrik-Projekt
in Kooperation mit dem Theater Baden-Baden

1. Projekt des Kurses des RWG 2012/13

„Poetry-Slam“ am RWG