Bericht: Die 6a im Landschulheim in Wangen

Am 11. Mai 2015 fuhr die Klasse 6a mit ihren Lehrern, Herrn Dunke und Frau Thiess, ins Landschulheim nach Wangen im Allgäu. Die Fahrt erschien uns allen sehr lang, dennoch war uns nie langweilig. Für gute Unterhaltung wurde immer gesorgt, sei es der Affenberg Salem, an dem wir einen Halt machten und einige interessante Dinge entdeckten oder der Bodensee, wo wir uns ein paar schöne Dinge anschauen konnten. Als wir wieder im Bus waren, wurden wir von der Neugier auf unsere Herberge fast zerrissen.

Landschulheim 2015 13

Als wir endlich ankamen, hatten wir Zeit für uns. Wir konnten Sachen auspacken oder auf den Bolzplatz gehen. Am Abend wollte Frau Thiess noch ein paar vertrauensbildende Spiele mit uns spielen. Bei einem konnten wir ein Eis gewinnen, welches wir am nächsten Tag glücklich entgegen nahmen. Um 22 Uhr war Schlafenszeit. (Doch wer glaubt, dass wir friedlich schliefen, hat sich getäuscht. Denn nachts machen Streiche erst richtig viel Spaß!) Am nächsten Morgen gab es bereits um 8 Uhr Frühstück. (Hiermit nochmals ein großes Lob an die Köchinnen, denn das Essen war jedes Mal vorzüglich!) Gut genährt wollten wir die Stadt unsicher machen! Denn es ging auf zu einer Rallye durch die Altstadt, die wir in Dreiergruppen meisterten. Anschließend machten wir uns am Nachmittag auf in die Molkerei, die direkt gegenüber unserer Herberge war. Dort durften wir dann SELBER Joghurt, Käse und Butter herstellen. Dies war ein aufregendes Erlebnis für uns alle.

Am Mittwoch war WOCHENMARKT! Gleich nach dem Frühstück brachen wir auf. In Vierergruppen durften wir alleine den Wochenmarkt besichtigen. Da es sehr warm war, rannten wir alle zuerst in die nächste Eisdiele. Bei unserem Bummel durch den Markt trafen wir uns alle zufällig im „Müller“ um die Ecke. Nach einer ausgiebigen Shoppingtour liefen wir nach Haus. Doch wir liefen einen Umweg, und so kamen wie an einem kleinen Fluss vorbei, in den wir bis zu den Knien eintauchen durften. Nach dem Mittagessen hatten wir wieder ein bisschen Freizeit, die wir entweder auf dem Bolzplatz oder im Spielezimmer mit Billard und Tischkicker verbringen durften. Danach ging es zum Bauer Biggel. Der führte uns auf seinem ganzen Hof herum. Wir durften Kühe füttern und melken und in einen ganz großen Heuhaufen springen. Frau Biggel hat uns selbstgemachte Hefezöpfe und Marmelade serviert, die wir sofort verputzten. Zu unserer Überraschung gab es noch ein kleines Quiz über das, was wir auf dem Bauernhof gelernt hatten! Am nächsten Tag (Vatertag) fuhren wir mit dem Zug nach Lindau und von da aus ca. 1 ½ Stunden mit dem Schiff nach Friedrichshafen. Dort gingen wir ins Schulmuseum und anschließend shoppen. (Ich glaube, im Landschulheim haben wir das meiste Geld für Eis ausgegeben.) Später fuhren wir dann wieder mit dem Zug zurück.

Herr Dunke und Frau Thiess überraschten uns an diesem Abend mit Papptellern. Jetzt fragen Sie sich sicher: Warum Pappteller? Ich will es erklären. Jeder sollte sich einen Pappteller auf den Rücken kleben. Als das geschehen war, liefen wir umher und schrieben jedem eine nette Sache/Erinnerung auf den Pappteller. Als wir unsere Teller dann ab- nahmen und lasen, waren wir richtig erfreut darüber, was andere über einen denken. Ich persönlich habe meinen Teller an meine Tür geklebt. Als wir an diesem Abend ins Bett gingen, waren wir voll Glück aber auch voll Trauer, denn ab morgen wäre alles schon vorbei. Als wir am Freitag (wie immer pünktlich!) zum Frühstück erschienen, hatten wir eine Überraschung für unsere Lehrer. Am Abend davor hatten meine Freunde und ich die beiden letzten Teller mit in unser Zimmer geschmuggelt, alle zusammengetrommelt und die Teller für unsere Lehrer beschriftet. Das war die Überraschung. Ich kann wohl behaupten, dass sich Herr Dunke und Frau Thiess riesig gefreut haben. Als wir dann bereit für die Rückfahrt im Bus saßen, freuten wir uns zwar auf unsere Eltern und auf unser eigenes Bett; dennoch hätten wir eine weitere Woche im Landschulheim bleiben wollen. Ich bin sicher, dass wir vieles mitgenommen haben. Seien es Erinnerungen, neue Erkenntnisse oder den Käse, den man sich in der Molkerei kaufen konnte.

Laura-Sophie Trefzger Klasse 6a