Am Mittwoch, den 13. Mai 2026, machte der „Bus der Habseligkeiten“ Halt an unserer Schule.

Das mobile Museum lädt dazu ein, bewegende Lebensgeschichten von Menschen kennenzulernen, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ihre Heimat verlassen mussten und in Baden-Baden ein neues Zuhause gefunden haben.
„Hinter jeder Zahl und jedem Bericht stehen echte Schicksale. Menschen wie du und ich.“
Bereits vor rund zwei Jahren hatten einige unserer Schülerinnen und Schüler an diesem besonderen Projekt teilgenommen. Sie trafen Menschen mit Migrationsgeschichte, hörten ihre persönlichen Erlebnisse und erfuhren, welche Gegenstände sie auf ihrer Flucht oder bei ihrem Neuanfang mitgenommen hatten.

Diese scheinbar unscheinbaren Objekte – etwa Fotos, Briefe oder kleine Erinnerungsstücke – erzählen oft ganze Lebensgeschichten.
„Diese ‚Habseligkeiten‘ sind weit mehr als nur Objekte. Sie sind die letzten Anker.“
Ausgehend von diesen Begegnungen gestalteten die Schülerinnen und Schüler kreative Beiträge, darunter Trickfilme, Theaterszenen und Collagen. Ziel war es, die Erfahrungen und Erinnerungen der Menschen auf künstlerische Weise sichtbar und nachvollziehbar zu machen. Der Besuch des Busses bot nun die Gelegenheit, diese Geschichten einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Während des Unterrichts besuchten mehrere Klassen gemeinsam mit ihren Lehrkräften die Ausstellung. Auch in den Pausen war das Interesse groß: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, den Bus eigenständig zu erkunden und sich mit den bewegenden Schicksalen auseinanderzusetzen. „Wer sind wir, wenn uns alles Materielle genommen wird? Und wer wollen wir füreinander sein?“

Der „Bus der Habseligkeiten“ zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, zuzuhören, hinzusehen und Mitgefühl zu entwickeln. Die Ausstellung machte deutlich, dass Geschichte nicht nur aus Daten und Fakten besteht, sondern vor allem aus den Erinnerungen und Erfahrungen von Menschen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, den Organisatorinnen und Organisatoren sowie unseren Schülerinnen und Schülern, die mit ihren kreativen Beiträgen dazu beigetragen haben, diese Geschichten lebendig werden zu lassen.