Unser Wochenendtrip (24-25 Januar 2026) nach Paris begann natürlich ganz klischeehaft - am Samstagnachmittag von Straßburg aus mit dem Zug.
11 Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 und 2 inklusive Frau Ganz mit Rucksack und Vorfreude.

Spätestens beim Losfahren war klar: Jetzt gibt es kein Zurück mehr - Bonjour, Paris! Schnell verwandelte sich das Abteil in eine Mischung aus Picknickzone und Casino.
Kaum angekommen, ging es direkt los mit einer Theateraufführung von Molières „Le Malade Imaginaire“. Das Stück ist Bac-relevant.
Nach ein paar Schwierigkeiten mit den Métro-Tickets (was sich an dem Wochenende auch nicht verbessern würde – so ähnlich wie die Technik am RWG :) - die uns einige gekonnte Parkour-Sprünge über „das Hindernis“ abverlangten) saßen wir endlich in den vordersten Reihen der Tribüne. Das Highlight: Danach durften wir tatsächlich mit den Schauspielern sprechen, um das Stück besser zu verstehen. Plötzlich standen wir also umgeben von echten Bühnenprofis und konnten Fragen stellen (auf Französisch - bien sûr!).
Am Abend durften wir in Kleingruppen das Jüdische Viertel Marais erkunden, nachdem wir unsere Jugendherberge bezogen hatten. Dort konnten wir durch pariskundige Einflüsse die besten Falafel aus ganz Paris probieren (Dankeschön Frau Ganz). Ob an der Seine, vor Notre-Dame oder einfach irgendwo zwischen Souvenirshops und Bars - überall fühlte es sich ein bisschen nach Filmkulisse an. Manche Gruppen verfuhren sich natürlich „absichtlich“ mit dem Vélib’ (Fahrräder zum Ausleihen), um noch mehr zu entdecken (nicht zu empfehlen!).

Der Sonntag startete nach einem - nach französischen Verhältnissen - stärkenden Frühstück bestehend aus Baguette und Kaffee mit einem Besuch im Louvre. Zwischen Mona Lisa und gefühlt 35 Kilometern Kunstwerken stellten wir während dem geführten Rundgang fest: Kultur kann auch spannend sein. Danach gab es Freizeit in Paris - Shoppen, Cafés oder einfach durch die Straßen schlendern und den Paris-Flair genießen.
Zum krönenden Abschluss besuchten wir am Abend noch einmal ein Theaterstück, diesmal „Le Horla“ von Maupassant - ebenfalls Bac-relevant. Das Stück war beeindruckend - geheimnisvoll, spannend und ein kleines bisschen gruselig.

Um 20:30 Uhr saßen wir schließlich wieder im Zug. Noch sprachlos und benommen von der Vorführung und vom Wochenende verabschiedeten wir uns kurz vor 23 Uhr von Frau Ganz mit den Worten: „À plus tard!“ - Denn ein paar Stunden später würden wir wieder im Französisch-Unterricht sitzen und über Molière und Maupassant reden. Nur diesmal mit einem ganz anderen Blick.
Und eins ist sicher: Dieses Wochenende wird uns allen theatralisch in Erinnerung bleiben!
Juliette Gruner